Trendsportart Jugger

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Die Welt kann nie genug Sportarten haben: so oder so ähnlich müssen sich das die “Erfinder” der angehenden Trendsportart “Jugger” gedacht haben. Basierend auf einen kämpferischen Wettstreit aus dem Film “Die Jugger – Kampf der Besten” aus dem Jahr 1989, in dem Schauspieler Rutger Hauer die Hauptrolle spielte, erblickte Jugger 1992 in Berlin und Hamburg die Realität.
Jugger kann als Mix aus Rugby und Fechten beschrieben werden. Zwei Mannschaften mit jeweils 5 Spieler zzgl. 3 Ersatzspielern treten auf einem 20 mal 40 Meter großen Spielfeld gegeneinander an. Ziel ist es dabei den Spielball, den sogenannten “Jugg” so oft wie möglich ins gegenerische Mal zubringen. Aus traditioneller Sicht dient ein künstlicher Hundeschädel aus Schaumstoff als Jugg. Aber auch rugbyähnliche Bälle werden genutzt. Die Mannschaft ist in einem “Läufer” und vier “Kämpfer” aufgeteilt, wobei den Regeln nach nur der Läufer berechtigt ist, den Jugg zu berühren. Die Kämpfer müssen ihm auf dem Weg zum gegenerischen Mal den Weg “freikämpfen”. Dafür benutzen die Kämpfer verschiedene “Waffen”, die “Pompfen”. Die Pompfen sind stabähnlich, etwas längere Versionen und auch handliche Kurzpompfen, die einem Schwert ähneln. Das mitgeführte Schild dient der Abwehr. Für die unterschiedlichen Pompfen gelten nochmal unterschiedliche Regeln, die zu beachten sind. So darf beispielsweise die “Langpompfe” für einen regulären Treffen nur beidhändig geführt werden.
Obwohl das Spiel auf dem ersten Blick ziemlich gewalttätig wirkt, ist es weitgehend ungefährlich. Zum einen sind die Pompfen sehr gut gepolstert und zum Teil aus Kunststoff (die Kette) und zum anderen dürfen während des Spiels keine senkrechten Schläge von oben ausgeführt werden. Zudem geht es bei dem Spiel nicht um Wirkungstreffer: jeder Treffer des Gegners (außer Hand-, Kopf, und Waffentreffer) fürhren dazu, dass der Getroffene für eine gewisse Zeit aussetzen muss, bevor er weiterspielen darf. Wird der ballführende Läufer getroffen, muss der das Spielgerät ablegen, so dass der Gegner in Ballbesitz kommt.